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Am Wochenende des 1. Advents 2010 war es wieder so weit: Zwölf Kinder und Jugendliche aus
den beiden Gruppen unserer Gemeinde, Kehrvers und Messdiener, haben sich in unserem
Pfarrzentrum mit drei Betreuern getroffen, um gemeinsam ein Wochenende zu verbringen.
Wie auf den Fotos zu sehen ist, kam dabei der Spaß und das Gemeinschaftserlebnis nicht
zu kurz, doch über dem Ganzen stand immer auch ein Thema: LICHT.
Folgende Geschichte haben die Kinder und Jugendlichen, aber auch die Besucher des 11:00 Uhr
Gottesdienstes, dazu gehört:
Es war einmal ein König, der hatte zwei Söhne. Als er alt wurde, wollte er einen der
beiden zu seinem Nachfolger bestimmen. Er gab jedem der beiden fünf Silberstücke und
sagte: "Für dieses Geld sollt ihr die Halle in unserem Schloss füllen. Wer das
meiste für das Geld erhält, soll mein Nachfolger sein."
Der ältere Sohn ging davon und kam an einem Feld vorbei, wo Arbeiter Zuckerrohr ernteten
und viel ausgepresstes Zuckerrohr nutzlos herumlag. Da dachte er bei sich: "Damit werde ich
für die Silberstücke die Halle bis unter die Decke füllen können." Als die
Halle mit dem Zuckerrohr gefüllt war, ging er zu seinem Vater und sagte: "Ich habe die
Aufgabe erfüllt. Auf meinen Bruder brauchst du nicht mehr zu warten. Mach mich zu deinem
Nachfolger." - Der Vater antwortete: "Es ist noch nicht Abend. Ich werde warten."
Bald darauf kam auch der jüngere Sohn. Er bat darum, das ausgedroschene Zuckerrohr aus der
Halle zu entfernen. So geschah es. Dann stellte er mitten in die dunkle Halle eine Kerze und
zündete sie an. Der Schein der kleinen Kerze füllte die Halle mit Licht bis in die
letzte Ecke hinein. Da sprach der Vater: "Du sollst mein Nachfolger sein. Dein Bruder hat
fünf Silberstücke ausgegeben, um die Halle mit nutzlosem Zeug zu füllen. Du
hast nicht einmal ein Silberstück gebraucht und hast sie mit Licht erfüllt. Du hast
sie mit dem erfüllt, was die Menschen brauchen."
Ein Licht ist so einfach zu entfachen und kann unglaublich viel bewirken.
Dies ist hoffentlich allen an diesem Wochenende klar geworden.
Schließlich haben wir selber ausprobiert, wie es in einem dunklen Raum ist, in dem eine
Kerze angezündet wird: Es ist schon hell und man kann sich grob orientieren. Noch
intensiver wird es jedoch, wenn man das Licht teilt und mit der entzündeten Kerze weitere
anzündet. Der Raum wird heller und heller und jeder kann etwas sehen.
Damit dies sowohl den Kindern und Jugendlichen als auch den Gottesdienstbesuchern in Erinnerung
bleibt, haben wir einiges gebastelt: Für die Gemeindemitglieder gab es nach der 11:00 Uhr
Messe ein Teelicht auf einer sternförmigen Unterlage und die Wochenendteilnehmer konnten
selbst gebastelte Transparente, die mit einem Teelicht beleuchtet werden, mit nach Hause
nehmen.
Wir hoffen, den Kindern, Jugendlichen und Kirchenbesuchern hat unser Programm gefallen und
alle denken noch ein bisschen an das Licht, dass sich teilen lässt und die Dunkelheit
vertreibt.
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