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Sehr geehrter Diakon Adrian!
Liebe Gemeinde in Bad Salzuflen-Schötmar!
Von Schwester Radoslawa erhielt ich die Nachricht, dass meine Korrespondenz Sie erreicht hatte. Heute kann ich Ihnen mitteilen,
dass unser Erzbischof Antoine Ntalou das neue Gebäude der Krankenstation am zweiten November gesegnet hatte.
Obwohl unsere Feier bescheiden verlief, war sie erfüllt von den geistigen Früchten unserer Arbeit. Diesen Aspekt stellte der
Erzbischof Ntalou bei seinem Vortrag heraus, den er vor den versammelten Mitarbeitern der Krankenstation hielt, den Oblaten
Patres und Ordensschwestern der Figuilmission sowie den Erbauern des Hauses und einer fünfköpfigen Delegation der
Gesundheitskommission aus Garoua.
Da es notwendig war, nahmen wir dort die Arbeiten schon Anfang Juli auf.
Im Oktober wurde unsere Krankenstation intensiv aufgesucht: wir hatten über 2320 Malariakranke, über 800 von Malaria geschwächte
Kinder und sogar einige Todesfälle.
196 Personen konnten Infusionen mit Chinin verabreicht werden.
Die Regenzeit setzte mit einer dreimonatigen Verzögerung ein und dauerte selbst nur drei Monate, um dann abrubt abzubrechen. In
dieser Zeit war es ungewöhnlich warm und wir wurden sehr von Mückenschwärmen geplagt.
Die Dorfbewohner hatten nicht die Zeit, Erdnüsse auszugraben, da die Erdkruste zu früh steinhart geworden ist. Der Wassermangel
verhindert die Bewässerung der Erdnussfelder.
Eine kleine Schale der Erdnüsse kostet 500 F, das entspricht fünf Broten.
Die Diözese Garoua führt eine breite Kampagne gegen Aids und Hilfe für Familien, besonders für Kinder. Materielle und geistige
Unterstützung bekommt sie von vielen Personen der Gemeinde. Die Krankenstation bietet außerdem kostenlose Tests für alle, vor
allem systematische Untersuchungen für schwangere Frauen, deren Behandlung und der Prävention der Ansteckung bei der Geburt
und beim Stillen mit der Muttermilch.
Obwohl wir ein wenig Hilfe von der UNO bekommen, fordert sie umfangreiche und oft beschwerliche Dokumentationen und Nachweise.
Für Malariakranke fehlen allerdings die nötigsten Medikamente, wirksame Mittel wie Chinin sind teuer und sehr schwer zu bekommen.
Im Hause befinden sich momentan zwei Novizinnen Marie-Rose und Sylvie.
Die neue Schwester Josefina besucht die Krankenpflegerschule im nahe gelegenen Tschad.
Auch Schwester Bernadette besucht eine Krankenpflegerschule, allerdings in Yaonde. Sie wird begleitet von Schwester Alexja, mit
der sie zusammen in der Hauptstadt ein Häuschen während der Studienzeit mietet. Die junge Schwester Josefa-Franke hält sich
zusammen mit Schwester Paulina bei den Leprakranken in Mokolo auf.
Wir erwarten für den 30.11.08 Reliquien der Heiligen Teresa vom Kinde Jesus in unserem Wallfahrtsort in Figuil, wo sie nach
einem dreistündigem Aufenthalt im Karmelkloster weiter nach Guider und nach Garoua übertragen werden.
Für den 6.12.08 ist der Besuch des Erzbischofs Ntalou vorgesehen, der zur Firmung der in den letzten zwei Jahren Getauften
erscheint (es sind über 600 Personen!).
Kameruns Bischöfe haben den Heiligen Vater Benedikt XVI zum Besuch im März 2009 eingeladen.
In unserem Kindergarten befinden sich 76 Kinder. Heute haben sie ein Fest gefeiert, den Jahrestag des Geburtags von Eduard
Bojanowski, des Gründers unserer Kongregation. Die Krankenstation feiert ihr Patronatsfest am 8.12., am Hochfest der
Gottesmutter Maria.
Ich komme zum Ende meiner Missionsnachrichten aus Figuil und verbleibe in Verbundenheit im Gebet mit unseren Wohltätern,
Die dankbare Schwester Ezechiela
Übersetzung: Peter Pogoda Fotos: Adrian Koczy
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