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Vom 22.08. bis 24.08.08 sind wir, das waren 16 Messdiener/innen mit den Betreuern Pastor Stock,
Diakon Koczy und Herrn und Frau Thiamson, in die Jugendbegegnungsstätte Concordia in Herdorf bei
Siegen gefahren.
Diese wird von drei Ordensschwestern der Mägde Mariens geführt, von denen zwei uns beim letzten
Fastensuppenessen in St. Kilian besucht und von ihrer Missionsstation in Tchorillé/Kamerun
erzählt hatten.
Nach einer fast dreistündigen Fahrt inklusive Stau kamen wir am Freitag Abend in Concordia mitten
im Wald und abgeschieden von der Außenwelt an –so abgeschieden, dass viele unserer Handys keinen
Empfang hatten, sodass wir noch nicht einmal zu Hause anrufen konnten! Vor allem die großen
Waldflächen rund um das Gebäude bereiteten unseren Jungs viel Freude, die ihre Freizeit fast
komplett bei Streifzügen durch die Umgebung verbrachten. Auch für unser leibliches Wohl war die
ganze Zeit durch die vorzügliche Küche des Hauses bestens gesorgt!
Nach einem leckeren Abendessen und einer Abendandacht war unser erster Tag auch schon zu Ende!
Am nächsten Morgen machten wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück auf den Weg ins Dorf zu einer
Grubenbesichtigung. Unser Führer leitete uns ca.125m in den Stollen, der dort ungefähr 60m unter
der Erde liegt und in dem bis vor 100 Jahren noch Eisenerz gefördert wurde. Wir erfuhren von dem
Arbeitsleben der Bergarbeiter und sahen alte Loren und sonstige Geräte aus der Zeit des früheren
Werkbetriebs.
Am Nachmittag fuhren wir zum 20km entfernten Zisterzienser-Kloster Marienstatt. Dort besuchten wir
eine Vesper, die von den dort lebenden 20 Mönchen in lateinischer Sprache gehalten wurde. Besonders
beeindruckend waren dabei die ca. 50cm hohen Bücher mit 2cm großer Schrift, aus denen die Mönche
noch in eineinhalb Meter Entfernung ihre Texte ablesen konnten. Diese Bücher wurden uns in der
darauf folgenden Führung von einem Mönch noch einmal näher gezeigt. Während der Führung erfuhren
wir außerdem etwas über die große, 800 Jahre alte Kirche, die Geschichte der Zisterzienser im
Westerwald und durften in die Klosterbibliothek, in der sich 70.000 – 80.000 Bücher befinden.
Zurück in Concordia gab es dann noch ein bisschen Freizeit, bevor es schon wieder Zeit war, ins
Bett zu gehen.
Sonntagmorgen bereiteten wir zum Abschluss des Wochenendes unsere Messe vor, die wir dann in der
Hauskapelle feierten, bevor es nach dem Mittagessen wieder Richtung Bad Salzuflen ging!
Kathleen Glückert
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