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Im März hatten sich 30 junge und alte Menschen aufgemacht, die Insel Zypern aus Sicht der frühen Christenheit zu erkunden.
Organisiert wurde die Fahrt von der katholischen St. Kilians – Gemeinde in Schötmar unter der Leitung von Diakon Koczy und
der geistlichen Begleitung von Pastor Stock.
Vorgefunden haben die Reiseteilnehmer eine Insel mit großer Schönheit und Vielfältigkeit, aber auch Grenzen und politische
Uneinigkeit. So wurde trotz aller überwältigender Eindrücke immer wieder deutlich, dass der Frieden, in dem wir Menschen in
Deutschland leben, ein kostbares Geschenk und lange keine Selbstverständlichkeit ist.
Neben den vielen Sehenswürdigkeiten, die Zypern zu bieten hat, wurden Kontakte zu den katholischen Gemeinden in Paphos und
Larnaca geknüpft. Die katholischen Christen auf Zypern leben wie die in Lippe in der Diaspora. Während die Katholiken in Lippe
ca. 12% ausmachen, sind es auf Zypern jedoch nur ca. 1%. Dementsprechend schwierig gestaltet sich dort ihre Möglichkeit, im
Glauben zu leben, da auch die Ausbildung der Ökumene in Zypern längst nicht so fortgeschritten ist, wie hier in den lippischen
Gemeinden.
Neben den Besichtigungen bedeutender Kulturdenkmäler wurden die Feier von zwei heiligen Messen als besondere Höhepunkte der
Reise erlebt. Die eine Feier fand statt in der Pauluskirche in Paphos, die an der Stelle errichtet wurde, an der nach der
Überlieferung aus der Apostelgeschichte Paulus auf Grund seines Glaubensbekenntnisses ausgepeitscht wurde. Diese Kirche wurde
auf den Ruinen der byzantinischen Basilika errichtet.
Der zweite Gottesdienst fand in Salamis am Grab des Apostels Barnabas statt. Salamis liegt im türkischen Teil von Zypern und
ist überwiegend muslimisch geprägt. Die Grabstelle ist heute ein Museum und schon lange kein Ort mehr, an dem Christen zur
gemeinsamen Feier von Gottesdiensten zusammenkommen. Trotzdem ließen es sich die Reiseteilnehmer nicht nehmen, an diesem
geschichtsträchtigen Ort unter misstrauischer Duldung eine heilige Messe zu zelebrieren.
Gestärkt durch die Zeugnisse des Glaubens der Apostel Paulus und Barnabas sind alle Teilnehmer nach einigen sehr ereignisreichen
Tagen wohlbehalten wieder in der Heimat angekommen.
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