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Ein Weihbischof zum Geburtstag
50 Jahre katholische Kirche St. Kilian - Bau war damals umstritten
Bad Salzuflen-Schötmar (gr). Hoher Besuch in der katholischen Pfarrgemeinde St. Kilian: Im Laufe eines Gottesdienstes weihte
Weihbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann die handgeschnitzte Figur des Heiligen Kilian. Anlass für das Dankhochamt war das 50-jährige
Bestehen des Kirchengebäudes an der Otto-Hahn-Straße, das am 11. September 1954 durch Erzbischof Dr. Lorenz Jaeger geweiht worden war.
Im Anschluss an den feierlichen Gottesdienst sprachen unterschiedliche Redner, von denen die Meisten an den engagierten Pfarrer
Alfons Kordes erinnerten und sich bei den - oftmals stillen - ehrenamtlichen Helfern bedankten. Theo Schmitt bedankte sich im Namen
des Kirchenvorstands und skizzierte kurz die Entwicklung der Gemeinde: 1968 wurde der Kindergarten etabliert (der heute von der
Kolpingfamilie getragen wird), 1974 das Pfarrzentrum gebaut, 1984 kamen neue Kirchenfenster hinzu, und in den Jahren 1971/72 und
1994 fanden Renovierungen der Inneneinrichtung statt.
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Thomas Lampenscherf vom Pfarrgemeinderat verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass die junge Generation zur Entwicklung
der relativ jungen Gemeinde beitragen werde.
Superintendentin Christiane Nolting, Pfarrerin der evangelisch-reformierten Gemeinde Lockhausen, sagte, es sei wichtig,
dass Kirche gemeinsam geschwisterlich voran ginge. Der Bürgermeister überbrachte die Grüße von Rat und Verwaltung, den
Wappenteller der Stadt und eine Blumenschale. "Diese Gemeinde hat sehr engagierte Pfarrer gesehen, und die Pfarrer sehr
engagierte Gemeindemitglieder", sagte Gerhard Kleemann. Auch über stürmische Jahre hinweg habe die Glaubensgewissheit
und gelebter katholischer Glaube einen Ort gefunden, so der Bürgermeister. Als letzter Redner erinnerte Pfarrer Hans
Breidbach daran, dass der Bau einer Kirche 1954 umstritten war, auch wenn 6000 Katholiken teilweise in Noträumen zum
Gottesdienst gingen. Viele Bürger vertraten damals die Ansicht, dass der Bau von Wohnraum vorginge. |
Da die Mittel für eine historische Figur des Heiligen Kilian nicht gereicht hätten, habe sich die Gemeinde für eine süddeutsche
Holzschnitzerei entschieden. Die Figur halte ein Evangelienbuch, die Palme des Märtyrers und einen Dolch als Hinweis auf den
Tod des Heiligen. "Durch den Pastoralverbund der beiden katholischen Gemeinden in 2002 gehen wir den Weg in die Zukunft
gemeinsam", erklärte Pfarrer Breidbach. Anschließend weihte Bischof Wiesemann die Holzstatue des Heiligen Kilian.
Pfarrer Detlef Stock forderte alle Gemeindemitglieder auf, an dem Imbiss im Gemeindehaus teilzunehmen; von dem Angebot machten
viele Gottesdienstbesucher Gebrauch.
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